Antarktis

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14.126 km trennen Koblenz und das Weddelmeer – das klingt erst einmal nach einer enorm großen Distanz zu diesem Thema, doch die Antarktis ist unser gemeinsames Welterbe. Deshalb ist es auch die Aufgabe von uns allen, die einzigartigen Ökosysteme zu erhalten und zu schützen, bevor die industrielle Fischerei dort neue Fanggebiete erschließt.

Im Herbst entscheidet die Antarktis-Kommission CCAMLR (Commission for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources) über die Schaffung des weltgrößten Meeresschutzgebiets im Weddellmeer. Das Weddellmeer gilt als eine besonders artenreiche und bisher kaum erforschte Region.

Die scheidende Bundesregierung hatte vorgeschlagen, im Weddellmeer ein Schutzgebiet von rund 1,8 Millionen Quadratkilometern einzurichten. Das entspräche etwa der fünffachen Fläche Deutschlands.

Greenpeace fordert, dass die neue Bundesregierung dort den Schutzgebietsvorschlag gegen Länder mit starken Fischereiinteressen wie Norwegen, China, Südkorea und Japan durchsetzt.

Um auf diese historische Chance aufmerksam zu machen hat die Greenpeace-Gruppe Koblenz am letzten Januar Wochenende am Koblenzer Löhrrondell einen Wegweiser mit der Aufschrift „Weddellmeer Antarktis: 14.126 Kilometer” aufgestellt und Unterschriften für eine internationale Petition für den Schutz des antarktischen Weddelmeeres gesammelt. Das große Interesse an dem Informationsstand und die rund 400 Unterschriften von Koblenzer Passanten zeigen, dass der Schutz der Antarktis ein Thema ist, für das sich trotz der großen Distanz auch hier vor Ort viele Menschen einsetzen möchten.

Die Petition kann auch online unterzeichnet werden: http://bit.ly/AntarktisGAT